Trostworte


Die Wanderin

von James Dillet Freeman

Sie ist nun unsichtbar geworden,
Oh Gott, ich kann nichts sehen –
Obgleich der Weg nach oben steigt
Und meinen Augen schnell entweicht,
Ich weiß: dort gibt es keine Nacht.
Nun bei der Hand wirst du sie nehmen
Und auf dem ew’gen Pfad des Lebens,
Wirst du sie leiten – und nicht den Tod,
Nur junges Licht wird sie erblicken.
Ich glaube wohl, dass dort wie hier
Du mit ihr bist und sie beschützst!
Geburt war nicht des Lebens Anfang,
Denn es ist nicht von dieser Welt;
Und dieses Etwas – Tod genannt –
Ist nur das Öffnen und das Schliessen einer Tür –
In deinem Hause sind ja viele Räume,
Nicht nur der eine, wo wir augenblicklich weilen.
Oh Gott, hab’ Dank für Glauben, der befreit,
Für Liebe, die das eigne nie verlieren kann,
Für Liebe, die durch Schatten sehen kann und sieht,
Dass du, und sie, und ich ja immer eins sein werden.

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Die Wanderin