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Frohe Ostern

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Still werden und Lauschen

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Ostersonntag, 31.03.2024


Ostern

Rev. Ellen Debenport

Sein Leben hinzugeben, ist das ultimative Loslassen. Die meisten von uns sind nicht dazu berufen, als Teil unserer Lebensaufgabe früh zu sterben, wie Jesus es tat, aber manchmal erleben wir das Ende des Lebens, wie wir es kennen. Die Ostergeschichte klingt Jahr für Jahr nach, weil wir in der Kreuzigung, dem Grab und der Auferstehung unsere eigenen Erfahrungen mit Verlust, Leere und Erneuerung erkennen.

Im Johannesevangelium sind vier Kapitel den Abschiedsreden gewidmet, in denen Jesus versuchte, die Jünger darauf vorzubereiten, ohne ihn weiterzuleben. (Lesen Sie sie in Johannes 14-17). Damals sagte er: „Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe. Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde." (Johannes 15,12-13)

Natürlich werden wir alle irgendwann unseren physischen Körper loslassen. Manchmal ist der Tod eine Heilung. Die Welt wäre vielleicht ein friedlicherer Ort, wenn wir den Tod nicht als Tragödie, sondern als ein natürliches Ende unserer vorübergehenden physischen Existenz betrachten könnten.

Die Auferstehung Jesu hat uns bewiesen, dass das Leben ewig ist. Wir werden nie genau wissen, was an jenem Sonntagmorgen geschah. Aber es war bedeutsam genug, um Teil der Geschichten zu werden, die über die Jahre hinweg weitergegeben wurden. Zu der Zeit, als sie als Evangelien niedergeschrieben wurden, unterschieden sie sich darin, was genau Jesus nach seiner Auferstehung tat oder sagte oder wie er aussah, aber irgendwie vermittelte er seinen Anhängern, dass er immer noch hier war.

Wir können beruhigt sein, dass unser geistiges Wesen nach dem physischen Tod weiterlebt. Aber die Geschichte bedeutet auch, dass es, egal was in unserem Leben zu Ende geht, einen neuen Tag geben wird. Wir mögen einige Zeit in der Dunkelheit verbringen, aber schließlich wird der Stein wegrollen und die Sonne strömt herein.

Die Ostergeschichte ist eine schöne Metapher für die Verluste in unserem Leben, die zu unerwarteter Erneuerung führen. Die Verluste können sogar notwendig sein. Schließlich hätte es ohne die Kreuzigung keine Auferstehung gegeben.

Und so feiern wir heute diese Lehre - nicht nur, dass unsere Seelen ihre spirituelle Reise nach dem Tod fortsetzen, sondern auch, dass unser menschliches Leben aufwärtsgerichtet ist, solange wir hier sind. Traurigkeit und Einsamkeit mögen Teil unserer Erfahrung sein, aber wir können uns auf den Tag freuen, an dem unser Gutes sichtbar wird.

Je eher wir bereit sind, die Lebensumstände, an denen wir festhalten, loszulassen, desto eher können wir in den neuen Bereich unseres Guten eintreten. Transformation ist immer möglich und kann sogar der Zweck unserer Seele für dieses Leben sein.

Heute feiern wir all das, was die Ostergeschichte für uns bedeutet. Die Vorstellung vom auferstandenen Jesus vermittelt eine Botschaft der göttlichen Unterstützung für das Leben, das wir führen. Sie gibt uns die Gewissheit, dass Tod und Dunkelheit niemals das letzte Wort haben. Und sie lässt uns wissen, dass unsere göttliche Natur genauso stark, geerdet und liebevoll sein kann, wie wir es in Jesus gesehen haben.

 
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