Ostern

Spirituelle Vorbereitung auf Ostern

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Entspannen - Lauschen

Loslassen

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6. Sonntag der Fastenzeit, 24.03.2024

Palmsonntag


Jesus ließ das Ergebnis los


Rev. Ellen Debenport

Der Palmsonntag wird als triumphaler Einzug Jesu in Jerusalem gefeiert, bei dem seine Anhänger Palmzweige schwenkten und Hosianna riefen. Doch Jesus wusste, dass sein Leben in Gefahr war. In der Bibel heißt es, dass er „sein Angesicht nach Jerusalem richtete", weil er wusste, dass dies der richtige Ort für ihn war, um alles, was passieren könnte, loszulassen.

In Jesu letzter Lebenswoche, welche wir ab heute als Karwoche begehen, sehen wir, wie er all das loslässt, was wir besprochen haben: das Ego, die Anerkennung durch andere, Sorgen, Ängste und das Bedürfnis, als richtig angesehen zu werden. Wir sehen auch, wie er Ergebnisse loslässt und Ereignisse ohne seine Einmischung ablaufen lässt, im Vertrauen auf sein höchstes Gutes.

Am Dramatischsten zeigt sich dies in seinem Umgang mit Judas - eine Geschichte, die in allen vier Evangelien erzählt wird.

Beim letzten Abendmahl, nachdem er den Jüngern die Füße gewaschen hatte, sagte Jesus: '„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, einer unter euch wird mich verraten.' Da sahen sich die Jünger untereinander an, und ihnen wurde bange, von wem er wohl redete. ... 'Der ist’s, dem ich den Bissen eintauche und gebe.' Und er nahm den Bissen, tauchte ihn ein und gab ihn Judas, dem Sohn des Simon Iskariot...'. Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: „Was du tust, das tue bald" ... Als er nun den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Und es war Nacht" (Johannes 13,21-22, 26-27, 30).
Jesus ließ ihn gehen.

Jesus sagte auch voraus, dass Petrus ihn dreimal verleugnen würde, bevor der Hahn kräht, aber er versuchte nicht, Petrus das auszureden. Petrus war entsetzt und schwor, dass er so etwas nicht tun würde, aber innerhalb weniger Stunden verleugnete er, Jesus zu kennen.

Im Garten von Gethsemane betete Jesus und wartete auf die Verhaftung, von der er wusste, dass sie kommen würde. Nachdem er die Jünger angefleht hatte, mit ihm wach zu bleiben, sagte er: „,Siehe, er ist da, der mich verrät‘. Und als er noch redete, siehe, da kam Judas, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes. 

Der Verräter hatte ihnen ein Zeichen genannt und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist’s; den ergreift. Und alsbald trat er zu Jesus und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi!, und küsste ihn. Jesus aber sprach zu ihm: 'Mein Freund, wozu bist du gekommen?' Matthäus 26, 46-50

Jesus blieb in diesem Zustand des Loslassens während des anschließenden Prozesses, der Prozession zum Kalvarienberg und der Kreuzigung.

Wir bewundern seinen Gleichmut, seine Gelassenheit, weil er einen Frieden gefunden hat, der das Verstehen übersteigt. Er verfügt über ein riesiges inneres Reservoir an spiritueller Kraft.
Das können wir auch. Was wir in Jesus sehen, ist das Ergebnis einer zuverlässigen, fortwährenden Vertiefung seines spirituellen Verständnisses, des Wissens um sein eigenes göttliches Wesen. Jesus leistete geistige Arbeit, und das diente ihm in einer Zeit, in der andere fliehen oder Widerstand leisten würden. Und er versprach, dass wir alles tun können, was er tun kann (Johannes 14,12).

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