Karwoche

6wo lila

40. Fastentag

Ostersamstag, 3. April 2021


Ich erneuere mich in der Gelassenheit der Stille.

In der jüdischen Tradition ist der Samstag der Sabbat, der Tag des Ausruhens. Sogar der verstorbene Körper von Jesus ruht am Samstag. Wir können nicht von Freitag zu Sonntag übergehen ohne Raum dazwischen. Man bezeichnet das als „Schwellenraum“, die wesentliche Zwischenphase der Ruhe, in der sich der Großteil unseres mentalen, emotionalen und spirituellen Lebens entfaltet. Wir mögen meinen, nichts geschehe in diesem Raum, und doch ist das der Ort, an dem alles geschieht – ein Tag der Hingabe und des Vertrauens.

Wir geben uns der Einsicht hin, dass wir die Dunkelheit des Grabes nicht überspringen können. Wir halten inne, um über das Bild von Kreuz und Grab nachzudenken, die uns beide zeigen, wie man den Schmerz aushält und dadurch verwandelt wird. Wir vertrauen darauf, dass nach der Kreuzigung die Auferstehung kommt, dass nach der Verwundung Heilung kommt und dass nach der Ungerechtigkeit Barmherzigkeit kommt.

Der größte Teil unseres Lebens wird in „Ostersamstagen“ verbracht. Unser Leben ist nicht immer gekennzeichnet durch den unerträglichen Schmerz von Kreuzigungen oder die Freuden von Auferstehungen. Häufig leben wir dazwischen und erfahren Dunkelheit. Aber dadurch, dass wir uns auf diesen schweigenden Raum einlassen, kommt eine göttliche Entdeckung zum Vorschein, und das Leben wird erneuert.

Nach zwei Tagen wird er uns neu beleben. – Hosea 6,2

Rev. Kelly Isola
Rednerin, Lehrerin, Lee’s Summit, Missouri

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