Fastenzeit

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Mittwoch, 18.03.2020  -  19. Fastentag


Ich faste davon, mich festgefahren zu fühlen

Als Junge verbrachte unsere Familie oft den Sommer in North Carolina, um der Hitze von Florida zu entfliegen. Ich spielte fast jeden Tag Golf, auf dem kleinen Golfplatz, der hügelig war und viele Wasserstellen hatte.
An einem Tag schlug ich meinen Ball in einen Teich und fürchtete, dass ich ihn verloren hatte. Als ich näher kam sah ich, dass mein Ball am Rande des Teichs lag. Und so ging ich den Hügel hinab, um mir den Ball wieder zu holen.

Ich trat in einen Morast, in Schlamm wie Treibsand, der den Teich umgab. Plötzlich war ich bis zur Taille im Schlamm. Panik stieg auf. Ich war ganz allein.

Wenn ich mich festgefahren fühle, erinnere ich mich manchmal wieder an diesen Vorfall, denn nach mehreren Minuten andauerndem Ringen und mich herauswinden, entspannte ich mich und lies los. Als ich los ließ bemerkte ich einen tiefhängenden Ast eines Baumes und zog mich aus dem Schlamm heraus.

Heute weiß ich, dass das panische Gefühl festzustecken ein Signal für mich ist, loszulassen und mich hinzugeben. Wenn ich mich festgefahren fühle, vielleicht, weil ich glaube, dass Gott mich verlassen hat, dann lasse ich es zu, dass ich Gefühle der Hoffnungslosigkeit fühle, statt sie loszulassen.

Ich faste davon, mich festgefahren zu fühlen, denn ich weiß, dass liebevolle göttliche Energie in mein Bewusstsein einströmen wird, sobald ich loslasse und mich an Gott wende.

 

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