Fastenzeit

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Montag, 16.03.2020  -  17. Fastentag


Ich faste von der Apathie

In alten Gleisen feststecken. Völlig durch den Wind sein.
Du fühlst dich wahrscheinlich frustriert, wenn du diese Worte liest. Wenn du jemals eine tiefe, lang andauernde  Langeweile gefühlt hast, dann weist du, wie die Apathie dir jegliche Farbe aus deinem Leben rauben kann, deine Motivation auf den Nullpunkt bringt und dir deine Freude raubt.

Es geschieht gewöhnlich langsam. Es werden Entscheidungen getroffen, Routine stellt sich ein, Erwartungen werden zurückgeschraubt. Die Apathie kriecht herein und plötzlich fühlt sich das Leben klein an. Wie eine Decke von dickem grauen Nebel, so hängt die Apathie über dir und bald fühlst du dich als würdest du einen langen Tag leben, ohne Veränderung, ohne Begeisterung, ohne Möglichkeiten oder Spaß.
Aber das Leben geschieht dir nicht, es geschieht durch dich. Das bedeutet, du kannst dich entschließen neue Entscheidungen zu treffen.

Beginne damit, indem du von der Idee fastest, dass sich dein Leben nicht verändern kann, dass du ohne Optionen bist oder ohne die Kraft, die Dinge zu verbessern. Als nächstes faste von der Versuchung, dich darüber zu beklagen, was du nicht magst und was du nicht hast. Welche Gedanken du auch immer in deinem Geist und in deinem Herzen hegst, sie werden erblühen. Um anders zu leben musst du anders denken. Und schließlich faste von der nutzlosen Idee, dass ein Leben frei von Apathie nur etwas für andere ist. Freude und Erfüllung sind für jeden, und das schließt dich ein.



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