Fastenzeit

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Foto © shotSop

Mittwoch, 10.04.2019  -  31. Fastentag


Aufkeimen

Von Rev. Rich Broderhausen


Was uns neu erscheint, war immer schon da, und es wird uns enthüllt, wenn wir unseren Geist dafür öffnen. 


Schau auf den winzigen Samen, der das Versprechen eines großen Baumes birgt. Eines Tages wird er Vögeln ein Heim und im Sommer schützenden Schatten geben. Schau und sieh: nur eine kleine Hand voll des winzigen Samens, dazu bestimmt, zu einem strahlend schönen Garten zu erblühen, dass einem vor Bewunderung und Erstaunen der Atem stockt. 

Samen sind wie verkapselte Visionen. Unsere spirituellen Samen sind Visionen dessen, wer wir sein möchten und wie wir unsere Beziehung zu unseren Mitmenschen gestalten wollen. Sie sind Visionen wie wir unseren höchsten Talenten Ausdruck verleihen können. 

Wenn wir einen großen Baum oder einen herrlichen Garten bewundern, vergessen wir oft, wie sich dieses Wunder entfalten konnte. Das gleiche gilt auch für uns. Vielleicht haben wir vergessen, dass sich wahre Schönheit und dauerhafte Größe, unmerklich durch stille Zeiten des Wachstums entwickeln. Diese stillen Zeiten sind wesentlich zum Aufkeimen der Saat.

Die Natur zeigt uns wie einer äußeren Manifestation eine innere Transformation vorausgeht. Sind wir bereit, täglich Zeit für die Stille zu investieren, umhüllt von der nährenden Präsenz des Göttlichen? Wenn wir „Ja“ dazu sagen und uns täglich Zeit nehmen, nach innen zu gehen, erblüht unser Christus-ICH BIN, als unser höchstes Geschenk.