Fastenzeit

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Foto Blüte in Muschel © photoArt brigitte

31.03.2019  -  4. Sonntag der Fastenzeit


Sabbat

Von Rev. Mark Fuss


Jeden Tag nehme ich mir Zeit für meine geistige Erneuerung in stiller Betrachtung und Dankbarkeit.


Das Konzept des Sabbat passt genau in unsere immer lauter und hektischer werdende Welt. Wir sind so sehr beschäftigt mit unserem Tun, dass wir vergessen haben, einfach zu sein. Zu oft beruhigen wir unseren Körper, aber unser Verstand rast unruhig weiter und beeinflusst uns und jeden der in unsere Nähe kommt. 

Buchautor Wayne Miller schreibt in seinem Buch Sabbat: „Unser Mangel an Ruhe und Reflexion ist nicht nur unser persönliches Elend. Es färbt ab auf unsere Umstände und schadet der Gemeinschaft. Es bestimmt die Art und Weise, wie wir mit Leid umgehen, und es formt die Wege, auf denen wir Frieden und Heilung in der Welt suchen.“

Für Manche bedeutet das Wort Sabbat einfach nur ein Tag in der Woche. Für Andere ist der Sabbat eine spirituelle Übung der Ruhe, Erneuerung, des Spiels und der geistigen Revitalisierung.

Der Ursprung des hebräischen Sabbats ist das Verb shavat und bedeutet „aufhören oder anhalten“. Charles Fillmore beschreibt den Sabbat in seinem Buch Keep a True Lent (Fastenzeit in der wahren Gesinnung leben) „als einen Bewusstseinszustand, den man durch das Eintreten in die Stille erreicht. …Dort findet man wahre Ruhe und Frieden.“

Fillmore’s Worte erinnern uns, dass wir uns keine ausgedehnten Zeiten für den Sabbat nehmen müssen – wir können ihn genau hier und genau jetzt erfahren, in einem einzigen Moment der heiligen Stille.


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